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Ursula Mandel, Ramazan Özgan und Wulf Raeck (Hrsg.)

Knidos-Studien

Die „Knidos-Studien“ resultieren aus den seit 1988 von Ramazan Özgan geleiteten Grabungs- und Forschungsarbeiten in Knidos, an denen seit 1992 ein Team des Archäologischen Instituts der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. unter der Leitung von Ursula Mandel beteiligt war. Die Reihe soll aber nicht nur den an den Arbeiten am Grabungsort unmittelbar Tätigen offen stehen, sondern allen, die Beiträge zur Erforschung des antiken Knidos vorlegen möchten.

Band 1
Ulrich Dotterweich

Unguentarien mit kuppelförmiger Mündung aus Knidos

Die Untersuchung gilt einem bislang weitgehend unbeachteten hellenistischen Unguentarientypus von häufig monumentalem Format, der sich durch eigentümliche Formgebung und einen überzug im Innern auszeichnet. Der Autor legt das reiche Fundmaterial aus Knidos vor und diskutiert alle übrigen bislang bekannt gewordenen Funde aus dem östlichen Mittelmeerraum. Es ergibt sich eine Korrektur der üblichen Frühdatierung, die auf dem Nichterkennen typusspezifischer Merkmale beruht hatte. Die Entwicklung der Form kann in mehreren Stufen vom späten 3. bis zum frühen l. Jh. v. Chr. verfolgt werden. Nach der Fundverteilung dürfte die Werkstatt in der südöstlichen ägäis gelegen haben.
2000
broschiert
65 Seiten
21 s/w Tafeln
1 Farbtafel
22,00 €
3-933925-01-0
Band 3
Mustafa Sahin

Hellenistische Kohlebecken Kohlenbecken mit figürlich verzierten Attaschen aus Knidos

Ein charakteristisches Gerät der hellenistischen Epoche sind keramische Kohlenbecken auf hohen Ständern, von denen sich in erster Linie die massiven, matrizengeformten Randattaschen – meist als bärtige Köpfe gestaltet – erhalten haben. Das erstmalig bekannt gemachte Material aus Knidos, über 230 figürlich verzierte Attaschen, außerdem Wandungsfragmente und vollständig erhaltene Miniaturgeräte, weist auch Knidos als Produktionsort von überregionaler Bedeutung aus. Der Autor unterteilt die Kopf-Attaschen in Typengruppen, die mehrere Varianten umfassen und in vielen Fällen auf Grund von Signaturen bestimmten Werkstätten zugewiesen werden können. Entsprechende Stücke außerknidischen Fundortes werden angeschlossen. Die Lokalisierung der Werkstätten wird anhand des Tons der knidischen Funde, der Verbreitung der Typen und vor allem der Namensstempel diskutiert. Besonders intensiv widmet sich der Autor der Frage nach der Bedeutung und Benutzung der Geräte. Eine weit ausgreifende Untersuchung gilt der Vorgeschichte sakral verwendeter Glutbecken verschiedenen Typs und weiterhin dem typologischen und funktionellen Zusammenhang mit dem Altar. Daraus wie auch aus der Ikonographie der Attaschen und den knidischen Fundplätzen erschließt er eine sakrale Konnotation der hellenistischen Ständer-Kohlenbecken.
2003
broschiert
130 Seiten
35 s/w Tafeln
1 Farbtafel
10 Karten
45,00 €
3-933925-08-8
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