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Siegrid Düll und Otto Neumaier (Hrsg.)

Arianna

Mit der Reihe „Arianna“, herausgegeben von Siegrid Düll und Otto Neumaier (Universität Salzburg), sollen „Wunschbilder der Antike“ und ihre Rezeption in der Neuzeit dokumentiert werden. Der Titel, eine ‚Leihgabe‘ aus der italienischen Operngeschichte, deutet schon die Vielfalt der Themen aus Kunst-, Theater- und Musikgeschichte, Archäologie, Philologie und Philosophie an, die kunstvoll miteinander verflochten werden.

Band 1
Siegrid Düll, Otto Neumaier und Gerhard Zecha (Hrsg.)

Das Spiel mit der Antike. Zwischen Antikensehnsucht und Alltagsrealität

Das Spiel mit der Antike ist wie das Philosophieren und jeder Versuch des Verstehens ein "work in progress", das im Grunde immer weiter gehen, beleben und begeistern kann. Unser heutiges Leben zu begreifen, bedeutet wohl nicht zuletzt, die Welt der Antike sowie die Wege zu erkunden, die von dort in die moderne Welt führen. Der vorliegende Band vereint Beiträge zum Verständnis der Antike, der Bedeutung, die sie für unsere Zeit hat, sowie der Rollen, die sie für Menschen vergangener Jahrhunderte und deren Streben nach Selbst-Erkenntnis und Vollkommenheit spielte. Aus dem Inhalt:

I. REFLEXIONEN IM SCHATTEN DER GöTTER

  • Speyer, W.: Verlöschen der Antike heute?
  • Zecha, G.: Das Spiel mit der Antike wird ernst: Ist der Mensch wirklich das Maß aller Dinge?
  • Neumaier, O.: Aufklärung und Verzauberung. Philosophische Fragmente.
  • Nießner, W. und O. Neumaier: Echos der Antike. Ein Gespräch.
  • Salmen, W.: Die Muse Terpsichore.
  • Busch-Salmen, G.: Ein Singspiel, das der „Tragödie der Alten ... näher kommt."
  • Wielands, C.M.: „Alceste".
  • Düll, S.: „Minerven’s Geburt" – nur ein Schattenspiel?
  • Düll, R.: Herder und die „Sirenen".
II. ANTIKES UND ANTIKISCHES
  • Riebesell, C.: Die Galleria Farnese als Statuengalerie.
  • Düll, S. und K. Stemmer: Bemerkungen zur Kulturgeschichte des Gipsabgusses.
  • Dumont, F.: Christus als Apoll. Zur Rezeption der Antike im Mainz des späten 18. und frühen 19. Jhdts.
  • Düll, S.: Paul Wallots Antikenerlebnis im Dialog zwischen den Stilen.
  • Glaser, F.: Das Bild spricht mit anderen Worten. Bild und Stein in Teurnia.
  • Schmidt-Colinet, A.: Ancient Textiles from Palmyra.
  • Pfrommer, M.: Kleopatra im archäologischen Niemandsland. Eine Ikone in Film und Femsehen.
III. DAS REISESPIEL
  • Düll, I.: Die Reise zum Nemrud Dag.
  • Strommenger, E.: Mari ist eine Reise wert. Auszüge aus einem Kinderbuch.
  • Flaubert, G.: Unterwegs zu den Pyramiden von Gizeh.
2000
gebunden
346 Seiten
76 Abbildungen
35,70 €
3-933925-13-4
Band 2
Ingrid Hohenwallner

VENIT ODORATOS ELEGIA NEXA CAPILLOS. Haar und Frisur in der römischen Liebeselegie

Im Rahmen der römischen Liebeselegie, die ’Liebe’ und ’Politik’, Intimes und öffentliches, in konflikt- freudiger Weise verknüpft, spielt die Haartracht eine vorrangige Rolle. Magie, Religion, Farbsymbolik und metaphorische Gewandtheit werden durch sie im Spiegel erotischer Wünsche, Gewohnheiten und Abenteuer lebendig. Der Autorin gelingt es, wie einer erfahrenen "ornatrix", das Labyrinth unterschiedlicher Haarfrisuren zu entwirren und damit das Frauenbild der Zeit Ovids zu veranschaulichen, das sich im aktuellen und virtuellen Dialog mit der angebeteten "puella" überzeitlich ’weiblich’ präsentiert.
2001
gebunden
153 Seiten
32 Abbildungen
20,35 €
3-933925-14-2
Band 3
Franz Witek

Frauengestalten des antiken Mythos – ein Lesebuch

Faszinierende Frauengestalten des antiken Mythos – wer kennt nicht die Geschichten von Helena, dem Parisurteil und der Zerstörung Trojas, von der tragischen Liebe zwischen Königin Dido, der Gründerin Karthagos, und dem frommen Aeneas, dem sagenhaften Stammvater des Kaisers Augustus? Wie auch die Erzählungen von Ceres und Proserpina und von der Heldenjungfrau Camilla sind diese Mythen und Sagen Gemeingut der abendländischen Erzähltradition und Anknüpfungspunkt für bildende und gestaltende Künstler, für Dichtung und Musik. Literarische Texte zu bekannten Frauengestalten der antiken Mythologie werden in diesem "Lesebuch" vorgestellt. Die Auswahl berücksichtigt möglichst unterschiedliche Epochen und Texte, um die vielfältigen Deutungsmöglichkeiten ebenso transparent zu machen wie den unveränderlichen Grundtypus.
2003
gebunden
204 Seiten
20 Abbildungen
32,00 €
3-933925-39-8
Band 4
Otto Neumaier (Hg.)

„Ist der Mensch das Maß aller Dinge?“ Beiträge zur Aktualität des Protagoras

“Der Mensch ist das Maß aller Dinge.” Dieser Satz des griechischen Philosophen Protagoras (5. Jhdt. v. Chr.) übt bis heute eine große Faszination aus, obwohl (oder vielleicht auch weil) nicht mehr festgestellt werden kann, in welchem Zusammenhang er ursprünglich stand. Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass der Satz ganz unterschiedlich verstanden und verwendet wird. In den Beiträgen des Bandes wird einerseits untersucht, wie der Satz historisch verstanden wurde und systematisch verstanden werden kann, andererseits aber, welche Rolle er in ethischen, ästhetischen, pädagogischen, biologischen, technischen und anderen Diskursen spielt. Dabei wird eine Vielfalt von Perspektiven aufgezeigt, die belegen, wie aktuell der von Protagoras geäußerte Gedanke auch und gerade heute ist.

Aus dem Inhalt:

  • Dalfen, J.: Der Homo-mensura-Satz des Protagoras in seinem historischen Umfeld.
  • Nennen, H.-U.: Im Spiegel des Protagoras. Der Mensch als Maß? Nicht wirklich.
  • Lidauer, E.: Der “Hippolytos” des Euripides: Die Tragödie als Kommentar zu einer Lesart des Homo-mensura-Satzes.
  • Goedert, G.: Nietzsche und Protagoras, oder: “Perspektive” als “Maß aller Dinge”.
  • Wolf, J.-C.: Vielstimmigkeit – eine protagoreische Rhapsodie.
  • Paul, G.: Der Mensch als Maß aller Dinge: ein eurozentrisches Vorurteil?
  • Neumaier, O.: Ethischer Anthropozentrismus. – Gerhard Zecha, Aller Werte Maß ist der Mensch. Kritik des ethischen Relativismus.
  • Moser, P.D.: Ist der Homo-mensura-Satz wirklich schuld am Verlust der Werte? Eine Erwiderung auf Gerhard Zecha.
  • Sedmak, C.: Menschlichkeit. überlegungen zu einem Maß des Ethischen.
  • Düll, R.: “Der Mensch ist das Maß aller Dinge”?
  • Huber, J.C.: Biomedizinische Forschung und menschliches Selbstverständnis.
  • Mohr, H.: Wo fängt der Mensch an? Hominisation im Lichte der Evolutionstheorie.
  • Allesch, C.: Kosmos und menschliches Maß. Die Ordnung der Dinge als Leistung der menschlichen Erfahrung.
  • Düll, S.: Protagoras und Polykleitos. Perspektiven zum vorbildlichen Maßstab in Athen.
  • Zöllner, F.: Anthropomorphismus: Das Maß des Menschen in der Architektur von Vitruv bis Le Corbusier.
  • Coelsch-Foisner, S.: Wenn der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist: Transgression und fantastische Literatur.
  • Bramberger, A. und E. Forster: Mythos Mensch und pädagogische Differenz.
  • Siegetsleitner, A.: Der Mann als Maß aller Dinge!? Die Würde von Frauen und die neue “Why-Equality?”-Debatte.
2004
gebunden
408 Seiten
32 Abbildungen
39,50 €
3-933925-68-1
Band 5
Ingrid Hohenwallner

Antikerezeption in den Gedichten Bertolt Brechts

Während der Name Bertolt Brecht gemeinhin mit Schlagworten wie Episches Theater und Dialektik in Verbindung gebracht wird oder als Bürge großer Dramen wie der "Mutter Courage" oder des "Galileo Galilei" gilt, versucht die Autorin jene Spuren im Werk Brechts, zumal in seinen Gedichten, freizulegen, die sich als gekonnte und passionierte Auseinandersetzung mit dem literarischen Erbe präsentieren und in der Rückbesinnung auf die griechisch-römische Antike ihren unvergleichlichen Ausdruck finden.
2004
gebunden
308 Seiten
30 Abbildungen
36,50 €
3-933925-71-1
Band 6
Andreas Hillert

Archäologische Souvenirs aus Griechenland. Zwischen klassisch-archäologischem Ideal und populärer Rezeption im beginnenden 21. Jahrhundert

In Griechenland werden in hohen Stückzahlen Souvenirs für ein breites Publikum produziert, die Plastiken, Keramiken oder auch Fresken des griechisch-römischen Altertums wiedergeben. Diese Objekte werden allerorten, zwischen Flughafen und Hotelhallen, bevorzugt aber im Umkreis der historischen Stätten, angeboten und von mehr Menschen und zudem oftmals intensiver – durch käufliche Aneignung – wahrgenommen als die Originale in den Museen. Im vorliegenden Band werden die Souvenir-Produktpaletten von elf führenden griechischen Firmen vorgestellt und inhaltlich sowie statistisch ausgewertet. Als Ergebnis eines von marktwirtschaftlichen Prinzipien bestimmten Prozesses spiegelt das Angebot zentrale Aspekte des aktuellen Bildes der klassischen Antike.
2007
gebunden
404 Seiten
zahlreiche Abbildungen
42,00 €
978-3-933 925-87-9
Impressum